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Mein Freund Erich Fritz von der LAG Tanz Baden-Württemberg hatte eine Gruppe von 10 Square Dancern zusammengetrommelt, um die Herbstfärbung der Wälder in Neu-England zu bewundern.
| Freitag, 1. Oktober 2004 | ||
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Prachtvolles Wetter für unseren Ausflug auf den Mount Washington
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Wir fahren mit der 135 Jahre alten Zahnradbahn.
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Für eine solche Attraktion gibt es natürlich mehrere Homepages, z.B.
www.mtwashingtoncograilway.com/ (die "offzielle" Homepage) www.cog-railway.com/ (Geschichte und Hintergrund) www.cs.dartmouth.edu/whites/cog_rr (noch mehr Bilder) |
Die Lokomotive ist nicht etwa kaputt - der schräge Kessel hat seinen Grund.
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Die Wagen sind ziemlich altmodisch ...
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wurden aber dezent modernisiert. |
Es gibt Ausweichstellen, so daß mehrere Züge - oder vielmehr
Schübe unterwegs sein können.
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Die Züge fahren unter einer weißen Wolke von Dampf und einer
schwarzen Wolke von Kohlenrauch ...
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also unter den preußischen Farben.
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Auf dem Mt. Washington gibt es das schlimmste Wetter der Welt, aber wir hatten Glück.
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Bald müssen wir wieder hinab.
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Keine Angst, es passiert nichts.
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Bei der Fahrt hinauf standen die Fenster gerade, aber die Bäume wuchsen entsetzlich schief.
Bei der Fahrt hinab wachsen die Bäume wieder senkrecht, aber die Fensterrahmen sind aus dem Lot. Ab dem steilsten Stück, der Jakobsleiter, legte die Frau neben mir den Kopf auf die Arme und wollte gar nichts mehr sehen. |
Der Bremser erklärt uns seine Aufgabe: Bei der Fahrt hinab ist der Wagen
von der Lokomotive getrennt, muß aber dicht dahinter bleiben.
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Jetzt verstehen wir die Wolken am Gipfelgrat.
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Dies war die erste Lokomotive, ...
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die jetzt ihren Ruhestand als Museumsstück hat.
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Auf der Fahrt zum Hotel konnten wir unser Domizil erst so richtig würdigen.
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Andere Hotels fingen klein an und wurden nach und nach vergrößert.
Das Mt. Washington Hotel wurde in einem Zug gebaut.
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Hier tagte - und nächtigte - im Juli 1944 die Weltwährungskonferenz, die auf Jahrzehnte hinaus das Wirtschaftssystem der westlichen Welt bestimmte. |
Am Nachmittag gab es eine Hotelführung.
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Wer hier zu Abend speisen will, muß Kravatte und Jackett tragen.
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Die herrliche Aussicht darf man aber ganz leger genießen.
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| Samstag, 2. Oktober 2004 | ||
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Frühstück in Mt. Washington? Wir suchten etwas familiäres
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wo man sich hemdsärmelig sattessen kann.
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Dann wollten wir dem
"Old Man of The Mountain" unsere Aufwartung machen ...
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der aber leider vor zwei Jahren abgestürzt ist.
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Es war ein schwacher Trost, daß die Wolken so tief hingen, daß wir ihn
sowieso nicht hätten sehen können.
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Nach einigen Schwierigkeiten mit der Quartiersuche fuhren wir durch die Nacht nach Nelson.
Wir parkten an der zentralen Poststelle ...
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und fanden unseren Weg zur Town Hall,
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wo es zunächst etwas
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zu essen gibt.
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Aber dann werden die Instrumente hervorgeholt
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. . . und los geht's im großen Kreis.
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Dann wir eine Gasse aufgestellt.
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Alt und Jung tanzen zusammen.
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Die alkoholfreien Getränke sind alle, also erfrischte ich mich mit einem Gläschen
Wein. Daher dieser Glanz!
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Nach Mitternacht gibt es mehr Platz auf der Tanzfläche.
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Auch wir verabschieden uns von Nelson.
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| Sonntag, 3. Oktober 2004 | ||
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Vom Comfort Inn in Concord, NH, wo wir etwas ungeplant nächtigten,
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fuhren wir zur Shaker Village Canterbury
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Die Shaker pflegten stilvolle Handwerkskunst, waren aber auch für moderne Technik aufgeschlossen.
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So gewinnt man Holzstreifen, um Körbe zu flechten:
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Man hämmert so lange auf einen Stamm, bis sich das Holz entlang des Jahresringes löst.
| Von dort fuhren wir nach Old Sturbridge Village, einem Museumsdorf, das so groß ist, daß man es mit derselben Eintrittskarte am nächsten Tag nocheinmal besuchen darf. |
| Montag, 4. Oktober 2004 | ||
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Von Sturbridge Village fuhren wir nach Salem, MS.
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Jede Stadt der USA, die etwas auf sich hält, hat eine Trolley-Linie, die wie eine
alte Straßenbahn aussieht.
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Wir gingen aber zu Fuß zum
Salem Witch Museum.
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Hier wird die Geschichte der Hexenverfolgung von 1692 dargestellt mit lebensgroßen Figuren,
Lichteffekten und einer Erzählung.
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Damals ging alles sehr würdig zu.
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Ein Belasteter wurde mit Felsbrocken beschwert, um ein Geständnis zu erpressen.
Leider starb er, ohne zu gestehen.
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Andere wurden juristisch einwandfrei zu Tode gebracht.
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Inzwischen ist diese Geschichte eine Touristenattraktion.
Im Übrigen ist sie nicht zu vergleichen mit dem Wüten der Hexenprozesse in Europa. | Am Abend fuhren wir zum Contra Dance ins Scout House Concord. Leider habe ich davon keine Bilder - sie hätten aber auch keinen Platz mehr auf dieser Homepage. |
| Dienstag, 5. Oktober 2004 | ||
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Nachdem wir in Boston die Leihwagen zurückgegeben hatten, fuhren wir mit U-Bahn und
Shuttlebus zum Science Park.
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Dort ergab sich, daß für die geplante Stadtrundfahrt erst bei der letzten Tour
Platz für eine Gruppe von 10 Personen war. Bis danin erkundeten wir Boston auf eigene Hand.
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![]() Boston Duck Tours benutzt Amphibien-Fahrzeuge, die ursprünglich für die Invasion der Normandie gebaut wurden, jetzt zu amphibischen Stadtrundfahrten. |
Es geht durch die Schluchten der Innenstadt ...
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... vorbei am Old State House ...
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... begleitet von den Kommentaren der Fahrerin.
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Gelegentlich begegnet ein Kollege, der mit lautem QUACK! QUACK! begrüßt wird.
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Ein kurzer Blick auf die "Constitution", mit der "Hull's Victory" ausgefochten wurde.
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Dann gehen wir selbst ins Wasser.
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Die Sonne steht schon tief
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Von hier sind wir gestartet.
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Aber die Damen am Schalter von Air France waren sehr hilfreich. Sie stellten keine dummen Fragen, sondern sofort ein Ticket aus für einen zwei Stunden späteren Flug. Mein Gepäck war auch noch in Paris, so daß es mit mir zusammen nach Hannover kam. Dazu bekam ich einen Gutschein für ein Mittagessen und für einen Anruf zuhause. Merci bien!
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